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Magnus Weidemann | ||||||
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Auszüge aus dem Buch "Magnus Weidemann, Der frühe Drang zur Kunst Magnus Weidemann, geboren am 17. Dezember 1880 in Hamburg, aus Ostholstein stammend, spürte schon in der Jugend einen starken Drang zum Malen. Sein Lehrer, Prof. R. Linde, mit Lichtwark befreundet, führte ihn in die Kunsthalle ein, wo er als Schüler fast jeden Sonntag verbrachte. C. D. Friedrich, Runge, Feuerbach, Segantini, Klinger, Böcklin, Valentin Ruths und vor allem Eugen Bracht übten großen Einfluss auf ihn aus, ebenso die ersten Impressionisten. Seine Frühwerke - ab 1898 hauptsächlich kleine Aquarelle - zeigen schon das Charakteristikum seiner Kunst, das auch später immer wieder bestimmend blieb: besondere Einfühlung in naturgegebene, oft zarte oder herbe Schönheit. Einer künstlerischen Ausbildung standen die bürgerlichen Maßstäbe seiner Zeit entgegen.So studierte er zunächst Theologie in Kiel, Tübingen und Greifswald, wo er Hiddensee und Rügen kennen lernte, und verbrachte längere Zeit malend in Glücksburg, wohin seine Eltern übergesiedelt waren. Als junger Pastor kommt er dann für ein Jahr nach Amrum, in die für ihn neue Nordseelandschaft. Die ersten größeren Ölgemälde von Dünen und Meer entstehen, neben Zeichnungen und z.B. Postkarten. Vom Pfarrer zum Künstler Als Pfarrer ist er dann - mit Unterbrechungen durch den 1. Weltkrieg, in dem er als Sanitäter in Frankreich diente, - in dem kleinen Moordorf Kiebitzreihe bei Elmshorn tätig. Ab 1916 wird das Pfarrhaus zum Atelier: Die Moor- und Heidelandschaft der Umgebung, aber auch die freie Menschengestalt werden der Gegenstand seines Malens und Photographierens. Ein Jahr nach dem Kriege gibt er auf eigenen Wunsch den Pfarrerberuf auf, um sich ganz dem künstlerischen Schaffen zuzuwenden. Meister der Photographie ... Obwohl er hauptsächlich als Maler tätig war, widmete sich Weidemann - durch die verstärkte Nachfrage und unter der Notwendigkeit des wirtschaftlichen Überlebens in der schweren Nachkriegs- und Inflationszeit - vermehrt der Photographie und sogar fachlichen Publikationen, wie im "Hamburger Photofreund". Als Verleger an ihn herantreten, kann er im Jahr 1923 seine Idee einer neuen Zeitschrift, die ... die Kreise der Reform- und Jugendbewegung ansprechen sollte, verwirklichen: Er gründet die "Freude", eine "Monatszeitschrift für deutsche Innerlichkeit"... Die Phase seiner Betätigung in der Aktphotographie erreichte ihren Höhepunkt im Erscheinen der Bände "Körper und Tanz" (1925), "Wege zur Freude" (1926) und "Deutsches Baden" (1926). Nachdem er mit der "Freude" und diesen Bänden eine idealistische Grundlage der späteren Freikörperkultur-Bewegung gelegt hatte, begleitet er die FKK-Bewegung dann bis in sein hohes Alter bejahend, aber oft auch in kritischer Stellungnahme. |
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